VISTRON® H und HS
300 bis 600 Liter
Ein Warmwasserspeicher macht warmes Brauchwasser jederzeit verfügbar. Andernfalls müsste das Wasser beim Duschen, Händewaschen und Spülen genau in dem Moment erhitzt werden, in dem es benötigt wird. Das kostet Zeit, Komfort und Effizienz. Je nach Bedarf gibt es Brauchwasserspeicher in verschiedenen Größen von 80 über 150 bis hin zu 300 Litern und mehr. Welches Fassungsvolumen das passende ist, wie ein Warmwasserspeicher funktioniert und was ihn von einem Durchlauferhitzer unterscheidet, erklären wir im Folgenden.
Der Warmwasserspeicher ist direkt mit der Heizungsanlage verbunden. Unabhängig davon, ob es sich um eine Wärmepumpe, Gasheizung oder Ölheizung handelt, ist die Funktionsweise grundsätzlich dieselbe: Die Heizung erzeugt Wärme und überträgt diese auf das Heizungswasser. Letzteres dient als Transportmedium, das die Wärme von der Heizungsanlage auf den Brauchwasserspeicher überträgt.
Wichtig dabei: Beim Heizungswasser und dem Trinkwasser im Warmwasserspeicher handelt es sich um zwei getrennte Wasserkreisläufe. Die Wärmeübertragung erfolgt über einen im Speicher integrierten Wärmetauscher. Durch diesen strömt das erwärmte Heizungswasser und gibt seine Wärme über die Metallwand des Speichers an das Trinkwasser im Inneren ab, ohne dass sich die beiden Wasserkreisläufe vermischen. Nutzt jemand die Dusche, das Waschbecken oder die Spüle, fließt das Warmwasser aus dem Speicher über Trinkwasserleitungen zur gewünschten Entnahmestelle.
Im Speicher befindet sich ein Temperaturfühler, der die Wassertemperatur misst. Sinkt die Temperatur des gespeicherten Wassers unter den festgelegten Sollwert, heizt die Heizung automatisch nach. Die Temperatur des gespeicherten Wassers liegt üblicherweise zwischen 55 und 60 °C. Das ist der Temperaturbereich, in dem das Wasser ausreichend warm bleibt und die Ausbreitung von Legionellen unterbunden wird. An der Entnahmestelle wird das Wasser aus dem Speicher dann mit kaltem Trinkwasser gemischt, um es auf die gewünschte Zieltemperatur zu bringen.
Bei der zuvor beschriebenen Funktionsweise gibt die Heizung die Wärme über einen Wärmetauscher an den Warmwasserspeicher ab. Für alle Eigentümer einer Photovoltaikanlage lässt sich dieses Prinzip um eine weitere Wärmequelle erweitern. Zusätzlich zum Wärmetauscher ist dabei ein elektrischer Heizstab im Warmwasserspeicher integriert.
Immer wenn die PV-Anlage überschüssigen Strom produziert, lässt sich dieser zum Betrieb des Heizstabs und damit zur Warmwasserbereitung nutzen. Dadurch steigt der Eigenverbrauch der Solaranlage, während die Heizkosten sinken. Als alleinige Form der Warmwasserbereitung eignet sich ein Heizstab jedoch nicht. So ist die Umwandlung von Strom in Wärme deutlich teurer als die Warmwasserbereitung über die Heizungsanlage. Gleichzeitig reicht die Sonnenenergie hierzulande nicht aus, um den Warmwasserbedarf ausschließlich mit Solarstrom zu decken.
Sowohl was den Komfort als auch was die Effizienz angeht, ist die richtige Dimensionierung des Warmwasserspeichers entscheidend. Ist der Speicher zu klein und mehrere Personen im Haushalt nutzen Warmwasser parallel, steht davon schnell nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Ein zu großer Speicher hingegen verursacht unnötig hohe Heizkosten, da mehr Wasser dauerhaft warm gehalten als tatsächlich benötigt wird.
Entscheidend für die richtige Größe des Brauchwasserspeichers ist der Verbrauch. Dieser wiederum hängt vor allem von der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen ab. Die folgende Größentabelle gibt eine Orientierung:
| Größe Warmwasserspeicher | Personenzahl | Typischer Warmwasserverbrauch pro Tag |
| 80 bis 120 Liter | 1 Person | 30 bis 50 Liter |
| 120 bis 150 Liter | 1 bis 2 Personen | 50 bis 80 Liter |
| 150 bis 200 Liter | 2 bis 3 Personen | 80 bis 120 Liter |
| 200 bis 250 Liter | 3 bis 4 Personen | 120 bis 160 Liter |
| 250 bis 300 Liter | 4 bis 5 Personen | 160 bis 220 Liter |
| 300 bis 400 Liter | 5 bis 6 Personen | 220 bis 300 Liter |
| Ab 500 Liter | Mehr als 6 Personen (z.B. Zwei- und Mehrfamilienhäuser) | Über 300 Liter |
Bei den hier genannten Größen und Verbrauchszahlen handelt es sich um Richtwerte. Entscheidend für die richtige Dimensionierung des Speichers sind weitere Faktoren wie die Anzahl der Wohneinheiten und Zapfstellen, ebenso wie gleichzeitige Nutzungsspitzen am Morgen und Abend.
Die Kosten für einen Warmwasserspeicher in einem Einfamilienhaus liegen je nach Größe und Modell zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Dabei handelt es sich dann um Speicher mit einem Fassungsvolumen bis 300 Liter. Größere Modelle, beispielsweise für Zwei- und Mehrfamilienhäuser, kosten ab 2.000 Euro aufwärts. Hinzu kommen die Kosten für die Installation durch den Fachbetrieb.
Eine alternative Möglichkeit der Warmwasserbereitung besteht in einem Durchlauferhitzer. Anders als ein Warmwasserspeicher hält dieser kein warmes Brauchwasser vor, sondern erhitzt es in dem Moment, in dem es benötigt wird. Dabei arbeiten Durchlauferhitzer üblicherweise elektrisch.
Auch wenn ein Durchlauferhitzer in kleinen Haushalten oder selten genutzten Immobilien wie Ferienhäusern Sinn machen kann, bietet ein Warmwasserspeicher vor allem in Haushalten mit mehreren Personen Vorteile. So ist ein Brauchwasserspeicher hier oft wirtschaftlicher, da er das Wasser über einen längeren Zeitraum gleichmäßig erwärmt. Im Gegensatz dazu heizt der Durchlauferhitzer Brauchwasser innerhalb kurzer Zeit mit hoher elektrischer Leistung auf, was gerade bei großen Wassermengen wesentlich teurer ist.
Hinzu kommt, dass der Warmwasserspeicher Lastspitzen glättet. Mehrere Personen können nacheinander oder sogar gleichzeitig warmes Wasser nutzen, ohne dass jedes Mal erneut hohe elektrische Leistungen abgerufen werden müssen.
Eine weitere Alternative zum Warmwasserspeicher besteht in einer Warmwasser-Wärmepumpe, auch als Brauchwasser-Wärmepumpe bezeichnet. Genau genommen handelt es sich dabei um keine Alternative, sondern um eine besondere Form des Warmwasserspeichers. So umfasst sie im Kern ebenfalls einen gedämmten Speicher. Dieser wird jedoch nicht über die Zentralheizung beheizt, sondern über eine integrierte Luftwärmepumpe. Als Wärmequelle dient die Umgebungsluft am Standort, also beispielsweise die Raumluft im Keller oder die Abluft von umgebenden Haushaltsgeräten wie Waschmaschine und Trockner. Diese Abwärme wird von der Wärmepumpe aufgenommen, auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und zur Erwärmung des Brauchwassers genutzt.
Bei der Warmwasser-Wärmepumpe handelt es sich demnach um eine Heizung mit integriertem Speicher, die rein für die Warmwasserbereitung zum Einsatz kommt. Sie ist somit unabhängig von der Raumheizung und kann parallel zur Heizungsanlage betrieben werden. Dabei erwärmen Warmwasser-Wärmepumpen Brauchwasser besonders effizient, da sie Umweltwärme aus der Luft nutzen. Je nach Wirkungsgrad gewinnen sie aus einer Kilowattstunde Strom oft drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Ein Nachteil von Brauchwasser-Wärmepumpen hingegen sind die höheren Anschaffungskosten und der zusätzliche Platzbedarf.
Warmwasserspeicher sind grundsätzlich wartungsarm, sollten aber regelmäßig überprüft werden, um Effizienz, Hygiene und Lebensdauer zu sichern. Dazu reicht meist eine Sichtprüfung im Rahmen der regelmäßigen Heizungswartung. Dabei sollte die Opferanode, Sicherheitsventile und Dichtungen kontrolliert werden. In Regionen mit hartem Wasser kann zusätzlich eine Entkalkung sinnvoll sein, da Kalkablagerungen den Wirkungsgrad verschlechtern und die Aufheizzeit verlängern.
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