AEROTOP® SPK
Luft-Wasser Wärmepumpe mit Kältemittel R290 (Propan)
Leistung 2,3 kW bis 20 kW
Je nach Technologie gewinnen Wärmepumpen Heizwärme entweder aus der Erde, der Luft oder dem Grundwasser. Hierzulande mit Abstand am meisten verbreitet sind Luft-Wasser-Wärmepumpen. Mithilfe einer Außeneinheit saugen sie Umgebungsluft an und nutzen die darin enthaltene Wärme zum Heizen. Damit funktionieren sie wie eine umgekehrte Klimaanlage. Anders als bei Grundwasser- und Erdwärmepumpen erfordert die Installation einer Luftwärmepumpe weder eine Brunnenbohrung noch Erdarbeiten. Das reduziert nicht nur den Installationsaufwand, sondern auch die -kosten. Der folgende Ratgeber fasst weitere Vorteile, ebenso wie Nachteile zusammen und gibt einen Überblick über die Funktionsweise, die Kosten und die aktuellen Fördermittel für Luft-Wasser-Wärmepumpen.
Inhalt der Seite
Einfach erklärt: So funktioniert eine Luft-Wasser-Wärmepumpe
Funktionieren Luft-Wasser-Wärmepumpen auch im Winter?
Luft-Wasser-Wärmepumpe vs. Luft-Luft-Wärmepumpe
Kosten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Montage
Staatliche Förderung von bis zu 70 Prozent
Das Wirkprinzip einer Wärmepumpe kennen wir alle aus dem eigenen Haushalt. So nutzt ein Kühlschrank die gleiche Funktionsweise – allerdings umgekehrt, indem er warme Luft in seinem Inneren ansaugt und nach draußen befördert. Dadurch herrscht im Inneren eine konstant niedrige Temperatur.

Luft-Wärmepumpen saugen die Außenluft an und nutzen die darin enthaltene Wärme zum Heizen. Doch was ist im Winter, wenn die Außentemperatur unter 0 °C fällt? Selbst bei Minusgraden enthält die Außenluft thermische Energie. So schaffen es Luftwärmepumpen selbst an kalten Wintertagen, genug Wärme für die Raumheizung und Warmwasser bereitzustellen. Möglich macht dies eine grundlegende Funktionsweise aus Verdampfen und Verdichten. Das ermöglicht es, die vergleichsweise niedrige Temperatur der Außenluft auf ein deutlich höheres Niveau zu heben. An ihre Grenze stoßen die meisten Wärmepumpen erst ab einer Außentemperatur zwischen –10 °C und –20 °C.
Was die Wärmegewinnung angeht, nutzen Luft-Wasser- und Luft-Luft-Wärmepumpen die gleiche Funktionsweise. Der Unterschied liegt darin, wie sie die Wärme in einem Gebäude verteilen. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt Wasser als Transportmedium. Das Heizungswasser transportiert die Wärme aus der Umgebungsluft über Rohrleitungen zu den jeweiligen Wärmeverteilern wie den Heizkörpern oder der Fußbodenheizung. Im Gegensatz dazu erfolgt die Wärmeverteilung bei Luft-Luft-Wärmepumpen über Gebläse und Luftschächte. Demnach erfordert der Einbau keine wasserführenden Rohrleitungen. Luft-Luft-Wärmepumpen kommen häufig in Kombination mit Lüftungs- und Klimaanlagen zum Einsatz. In großen Gebäuden sind sie jedoch meist nicht effizient genug, weshalb sie vorwiegend in kleinen Immobilien wie Ferienhäusern Anwendung finden.
Die Kosten für das Gerät selbst liegen bei einer Luftwärmepumpe von einem Premium-Hersteller bei rund 22.000 Euro. Die Installation umfasst dabei deutlich mehr als nur das Aufstellen der Anlage. So gilt es, die Anlage in einen bestehenden oder neuen Heizkreis zu integrieren. Hinzu kommen Elektroarbeiten wie der Anschluss an den Hausstrom und die Installation von Steuerungseinheiten wie der eines Smart Meters. Zudem erfordert das Aufstellen einer Luftwärmepumpe mit Außengerät zumeist einen Betonsockel. Dieser sorgt dafür, dass das Gerät nicht einsinkt oder sich verschiebt. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Montage inklusive der hier genannten Leistungen auf rund 15.000 Euro.
Weitere Kosten entstehen für die Planung der Anlage und den hydraulischen Abgleich. Letzterer gewährleistet eine gleichmäßige Wärmeverteilung und sorgt somit für einen effizienten Betrieb der Anlage. Für den Kauf, die Montage und die Planung einer Luftwärmepumpe entstehen somit Kosten von insgesamt rund 40.000 Euro. Noch nicht berücksichtigt sind hier Fördermittel von bis zu 70 Prozent, die der folgende Abschnitt erläutert.
| Posten | Preis (€) |
| Anschaffungskosten Luft-Wasser-Wärmepumpe | 22.000 € |
| Montage inkl. Sockel und Elektro-Installation | 15.000 € |
| Weitere Kosten für Planung und hydraulischen Abgleich | 3.000 € |
| Gesamtkosten | 40.000 € |
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst die Kosten für den Einbau einer Wärmepumpe in Bestandsgebäuden. Eigentümer, die von einem fossilen Brennstoff wie Gas oder Öl auf eine umweltfreundliche Wärmepumpe wechseln, erhalten eine Grundförderung von 30 Prozent.
Unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich diese Grundförderung durch zusätzliche Boni aufstocken, sodass sich eine Höchstförderung von bis zu 80 Prozent erreichen lässt:
Der frühere Effizienzbonus von 5 Prozent für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel wie Propan ist mit der Reform ersatzlos entfallen. Stattdessen werden natürliche Kältemittel ab 2028 zur verbindlichen Fördervoraussetzung.
Wichtig: Die förderfähige Investitionssumme für den Einbau einer Wärmepumpe ist seit der Reform auf 28.000 Euro für die erste Wohneinheit begrenzt. Der jeweils gültige Fördersatz inklusive möglicher Boni wird ausschließlich auf diesen Betrag angewendet. Der Deckel für die Gesamtförderquote liegt bei 70 Prozent. Lediglich mit dem maximalen Einkommensbonus von 40 Prozent steigt er auf 80 Prozent. Daraus ergibt sich eine höchstmögliche Förderung von 22.400 Euro. Liegen die tatsächlichen Anschaffungskosten über diesem Betrag, wird der Fördersatz trotzdem nur auf die förderfähigen 28.000 Euro angerechnet. Hier erfahren Sie mehr zur Wärmepumpenförderung.
Beispiel: Kostet eine Wärmepumpe 40.000 Euro, fließen dennoch nur die ersten 28.000 Euro in die Förderberechnung ein. Die darüber hinausgehenden 12.000 Euro müssen vollständig selbst getragen werden.
Seit 2026 werden außen aufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpen nur noch gefördert, wenn sie besonders leise sind. Dabei muss ihr Schallleistungspegel den Grenzwert der EU-Ökodesign-Verordnung um mindestens 10 dB unterschreiten. Zuvor reichten noch 5 dB. Je nach Leistung sind das höchstens 55 dB(A) bis 6 kW, 60 dB(A) bis 12 kW und 68 dB(A) bis 30 kW Heizleistung. Als Maßstab gelten die Angaben des Herstellers im Datenblatt. Wichtig: Lautere Geräte dürfen weiterhin eingebaut werden, erhalten aber keinen Zuschuss.
Die hohen staatlichen Zuschüsse sind ein Vorteil von Luft-Wasser-Wärmepumpen. Darüber hinaus können sie mit vielen weiteren Vorzügen punkten:
Auch wenn die Vorteile in den meisten Fällen überwiegen, gibt es auch Punkte, derer sich Eigentümer vor dem Einbau eine Luft-Wasser-Wärmepumpe bewusst sein sollten:
Grundsätzlich lassen sich zwei Bauweisen von Luft-Wasser-Wärmepumpen unterscheiden: Monoblock- und Split-Wärmepumpen. Bei einer Monoblock-Wärmepumpe sind alle Hauptkomponenten wie der Verdampfer, Verflüssiger und Kompressor in einem Gerät untergebracht. Ein Split-Gerät hingegen besteht aus einer Außeneinheit, die den Verdampfer und Ventilator umfasst, und einer Inneneinheit, in der sich der Kompressor und der Wärmetauscher befinden.
Während Split-Wärmepumpen also immer über ein Innen- und ein Außengerät verfügen, besteht ein Monoblock aus nur einem Gerät. Letzteres lässt sich dabei sowohl innen als auch außen aufstellen. Die Außenaufstellung eignet sich vor allem bei Nachrüstungen, wenn innerhalb des Gebäudes nicht ausreichend Platz vorhanden ist. Die Innenaufstellung hat den Vorteil, dass das Grundstück frei von technischen Geräten bleibt, gestaltet sich jedoch deutlich komplizierter, da Luftkanäle durch die Hauswand nach außen geführt werden müssen.
Luftwärmepumpen lassen sich auch zum Kühlen einsetzen. Voraussetzung ist, dass das entsprechende Gerät dazu ausgelegt ist. Im Sommer lässt sich durch die Kühlfunktion der Wärmepumpe die Raumtemperatur um 2 bis 4 °C reduzieren.
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst den Wechsel von einer fossilen Heizungsart wie einer Öl- oder Gasheizung auf eine Wärmepumpe mit bis zu 70 Prozent, mit dem maximalen Einkommensbonus sogar mit bis zu 80 Prozent. Diese Förderung ist teilweise einkommensabhängig. Die Grundförderung von 30 Prozent erhalten alle Antragsteller unabhängig vom Einkommen. Zusätzlich gibt es einen Einkommensbonus, der seit der Reform vom 21. Juli 2026 dreistufig gestaffelt ist: 40 Prozent bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro, 30 Prozent bis 40.000 Euro und 10 Prozent bis 50.000 Euro. Der Bonus gilt ausschließlich für selbstnutzende Eigentümer. Lebt mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt, verschiebt sich die maßgebliche Einkommensgrenze einmalig um 10.000 Euro nach oben.
Für ein typisches Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern liegt der Stromverbrauch einer Luft-Wasser-Wärmepumpe meist zwischen etwa 2.000 und 6.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Diese breite Spanne kommt dadurch zustande, dass der tatsächliche Stromverbrauch von verschiedenen Faktoren wie dem energetischen Zustand des Gebäudes, der Anzahl der Personen sowie der Effizienz der Wärmepumpe abhängt. Hier finden Sie eine Anleitung, wie Sie den Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe ermitteln können.
Welche der beiden Wärmepumpenarten sinnvoller ist, muss im konkreten Einzelfall entschieden werden. Eine Luftwärmepumpe überzeugt durch vergleichsweise niedrige Kosten und eine unkomplizierte Installation. Der Einbau einer Erdwärmepumpe ist mit deutlich mehr Aufwand und höheren Kosten verbunden, dafür ist sie meist effizienter. Eine Gegenüberstellung beider Technologien finden Interessierte in unserem Erdwärmepumpen-Ratgeber.
Pufferspeicher: Wann er sich lohnt, Größe und Einsatzbereich
Wärmepumpen arbeiten am effizientesten bei einem gleichmäßigen Betrieb. Nun ist es jedoch so, dass in einem Haushalt nicht immer gleich viel Wärme benötigt wird. Genau hier kommt der Pufferspeicher ins Spiel. Er fängt Leistungsspitzen ab, indem er überschüssige Wärme speichert. Diese hält er so lange vor, bis sie benötigt wird, etwa für die Heizung oder Warmwasser. Ein Prinzip, das sich auch bei anderen Wärmequellen bewährt hat, beispielsweise bei Solaranlagen und Holzheizungen.
Wohnungsstation: Funktion, Planung und Systemintegration
Wer ein Mehrfamilienhaus plant oder saniert, dem stellt sich früher oder später die Frage: Wie lässt sich Wärme aus einer zentralen Anlage effizient, hygienisch und einzeln abrechenbar auf die einzelnen Wohneinheiten verteilen? Die Antwort auf diese Frage liefert eine Wohnungsstation. Auch als Hausübergabestation, Wohnungsübergabestation oder einfach nur Übergabestation bezeichnet, bildet sie die Schnittstelle zwischen der zentralen Wärmeversorgung eines Gebäudes und der einzelnen Wohneinheit. Wie genau das funktioniert und was es bei der Installation zu beachten gilt, haben wir im Folgenden zusammengefasst.
Warmwasserspeicher mit 150, 200 oder 300 Litern?
Ein Warmwasserspeicher macht warmes Brauchwasser jederzeit verfügbar. Andernfalls müsste das Wasser beim Duschen, Händewaschen und Spülen genau in dem Moment erhitzt werden, in dem es benötigt wird. Das kostet Zeit, Komfort und Effizienz. Je nach Bedarf gibt es Brauchwasserspeicher in verschiedenen Größen von 80 über 150 bis hin zu 300 Litern und mehr. Welches Fassungsvolumen das passende ist, wie ein Warmwasserspeicher funktioniert und was ihn von einem Durchlauferhitzer unterscheidet, erklären wir im Folgenden.

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