AEROTOP® SPK
Luft-Wasser Wärmepumpe mit Kältemittel R290 (Propan)
Leistung 2,3 kW bis 20 kW
Die Wärmepumpe gilt als die Heiztechnologie der Zukunft. Aus dem ihr zugeführten Strom gewinnt sie ein Vielfaches an Wärme. Damit ist sie in den meisten Anwendungsfällen deutlich effizienter als Öl- und Gasheizungen. Doch es gibt auch Szenarien, in denen eine Wärmepumpe weniger effizient arbeitet. Das gilt beispielsweise bei sehr niedrigen Außentemperaturen im Winter, vor allem in Gebäuden mit einem geringen Dämmstandard. Genau hier setzt eine Hybrid-Wärmepumpe an. Sie kombiniert eine Wärmepumpe mit einer weiteren Heizungsart wie einer Gas-, Öl- oder Pelletheizung und greift immer auf den Energieträger zurück, der gerade am effizientesten ist. Wie genau das funktioniert, was eine Hybrid-Wärmepumpe kostet und welche Kombinationsmöglichkeiten es gibt, erklären wir auf dieser Seite.
Trotz der vielen Vorteile haben Wärmepumpen auch Schwachstellen. Das gilt beispielsweise dann, wenn ein deutliches Gefälle zwischen der gewünschten Innentemperatur und der Außentemperatur herrscht, wie es beispielsweise an sehr kalten Wintertagen der Fall ist. Dann steigt der Stromverbrauch und damit auch die -kosten.
Dieser Effekt verstärkt sich in Immobilien mit einem geringen Dämmstandard. In schlecht gedämmten Immobilien geht mehr Wärme verloren. Um diesen Wärmeverlust auszugleichen, muss die Wärmepumpe deutlich mehr leisten. Neben dem Dämmstandard der Immobilie, wird die Effizienz einer Wärmepumpe auch durch die Art der Wärmeverteilung beeinflusst. Großflächige Wärmeverteiler wie eine Fußbodenheizung kommen mit niedrigeren Vorlauftemperaturen aus als Heizkörper und steigern so die Effizienz einer Wärmepumpe.
Im Vergleich zu einem gut gedämmten Neubau mit Fußbodenheizung sind Wärmepumpen in Altbauten aufgrund der Heizkörper und des geringeren Dämmstandards meist weniger effizient. Dennoch arbeiten sie auch in Altbauten meist effizienter als andere Heizungssysteme wie Öl- und Gasheizungen. Zu diesem Ergebnis kommt auch ein Feldtest des Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE.
Während eine Wärmepumpe also die meiste Zeit des Jahres eine effiziente Heizlösung darstellt, stößt sie vor allem in schlecht gedämmten Immobilien bei niedrigen Außentemperaturen an ihre Grenzen. Ein weiterer Einflussfaktor, der sich negativ auf den Stromverbrauch der Wärmepumpe auswirkt, ist die Wärmeverteilung über Heizkörper statt einer Fußbodenheizung. Ein solches Szenario lässt sich vor allem in Altbauten antreffen.
Genau hier macht eine Hybrid-Wärmepumpe Sinn. Sie kombiniert eine Wärmepumpe mit einem weiteren Brennstoff. Meist handelt es sich dabei um eine Öl- oder Gasheizung. Letztere haben den Vorteil, dass ihre Effizienz auch bei hohen Vorlauftemperaturen vergleichsweise konstant bleibt.
Das Herzstück – oder besser gesagt, das Gehirn – der Hybrid-Wärmepumpe bildet die Heizungssteuerung. Sie hat die Aufgabe, auf den Brennstoff zurückzugreifen, der unter den aktuellen Umständen am effizientesten ist. Zumeist übernimmt die Wärmepumpe die Grundlast, während die Pellet-, Gas- oder Ölheizung zu Spitzenlastzeiten einspringt.
In der Praxis sieht das meist so aus, dass die Wärmepumpe das Heizen bei mildem Wetter bis etwa 5 °C übernimmt. Fällt die Temperatur darunter, sinkt der Wirkungsgrad der Wärmepumpenheizung und die Zusatzheizung springt ein. Bei einem sehr hohen Heizbedarf kann es dabei durchaus auch vorkommen, dass beide Heizungsarten im Parallelbetrieb laufen. Wo genau der Kipppunkt liegt, ab wann sich der eine Brennstoff gegenüber dem anderen mehr lohnt, unterscheidet sich je nach den individuellen Voraussetzungen wie dem Dämmstandard der Immobilie und der Art der Wärmeverteilung. Deshalb ist es wichtig, dass die Einstellung der Heizungssteuerung von einem erfahrenen Fachbetrieb vorgenommen wird.
Bei der Entscheidung für eine Hybrid-Wärmepumpe, beispielsweise in einem Altbau, stellt sich vor allem die Frage nach der passenden Zusatzheizung. Wichtig ist, dass diese die Schwächen der Wärmepumpe ausgleicht und sich beide Heizungen zu einem kostenoptimalen und effizienten Gesamtsystem ergänzen:

Der Preis einer Hybrid-Wärmepumpe hängt vor allem davon ab, welche Heizungsart als Unterstützung zum Einsatz kommt. Die Anschaffungskosten in Kombination mit einer Öl- oder Gasheizung liegen zwischen 20.000 und 35.000 Euro. Die Kosten für eine Pellet-Wärmepumpe belaufen sich auf 28.000 bis 40.000 Euro.
Da Hybridheizungen aus mindestens zwei Heizungssystemen bestehen, fallen die Installations- und Anschaffungskosten deutlich höher aus als bei monovalenten Heizungen. Dafür profitieren Haushalte jedoch von niedrigeren Betriebskosten. Darüber hinaus bietet der Staat attraktive Förderungen von mindestens 30 Prozent für den Wechsel von einem fossilen Brennstoff auf eine Hybrid-Wärmepumpe.
Auch als Hybridheizung ist die Wärmepumpe förderfähig. Je nachdem, ob es sich um eine Kombination aus zwei regenerativen Brennstoffen wie einer Wärmepumpe und Pellets handelt oder einer Kombination mit einem fossilen Brennstoff wie Gas, gelten dabei unterschiedliche Bedingungen.
Wird die Wärmepumpe mit einer fossilen Heizung wie Öl oder Gas kombiniert, bezuschusst die KfW ausschließlich den regenerativen Teil. Die Kosten für den Gas- oder Ölkessel tragen Eigentümer hingegen selbst. Bei kombinierten Kompaktgeräten, deren Kosten sich nicht sauber trennen lassen, werden pauschal 65 Prozent der Anlage als förderfähig angesetzt. Da ein fossiler Wärmeerzeuger im Gebäude verbleibt, entfällt der Klimageschwindigkeitsbonus von derzeit 16 Prozent vollständig.
Anders gestaltet sich die Förderung bei einer EE-Hybridheizung aus zwei erneuerbaren Erzeugern, etwa Wärmepumpe und Pellet. Hier sind beide Komponenten voll förderfähig und der Klimageschwindigkeitsbonus bleibt erhalten. Hier erfahren Sie mehr zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).
Die Anschaffungskosten für eine Gas-Hybrid-Wärmepumpe liegen zwischen 20.000 und 35.000 Euro. Der Wärmepumpen-Teil der Hybridheizung ist allerdings bis zu 70 Prozent förderfähig, wodurch sich die Kosten deutlich reduzieren.
Eine Hybridheizung ist eine sinnvolle Lösung, wenn eine Heizungsart allein nicht ausreicht, um die Heizlast einer Immobilie effizient zu decken. Ein Nachteil besteht in den vergleichsweise hohen Investitionskosten, da Anschaffungskosten für zwei Systeme anfallen. Dadurch steigt auch der Wartungsaufwand während des laufenden Betriebs.
Der Stromverbrauch hängt von drei Faktoren ab: der Größe des Gebäudes, der Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe und dem Anteil des Wärmebedarfs, den die Wärmepumpe deckt. Je mehr Heizenergie die Wärmepumpe übernimmt und je effizienter sie dabei arbeitet, desto höher fällt der Stromverbrauch aus. Allerdings sinkt im Gegenzug der Gasverbrauch.
In einem typischen Einfamilienhaus liegt der jährliche Stromverbrauch einer Hybrid-Wärmepumpe zwischen 2.000 und 4.000 Kilowattstunden. Übernimmt die Wärmepumpenheizung nur die Grundlast, fällt der Strombedarf entsprechend geringer aus.
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