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Wärmepumpe Kosten: Einbau und laufende Kosten in Neu- und Altbau

Wärmepumpe Kosten: Einbau und laufende Kosten in Neu- und Altbau

Die Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus der Luft, dem Wasser oder der Erde zum Heizen. In puncto Nachhaltigkeit sind sie fossilen Heizungsarten damit deutlich überlegen. Ob Wärmepumpen dabei nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich nachhaltig sind, erläutern die folgenden Abschnitte. Dabei geht es darum, sowohl die Anschaffungskosten für das Gerät selbst mit Einbau zu betrachten als auch die laufenden Kosten für den Strom und die Wartung der Anlage. Auch aktuelle Fördermittel spielen bei der Betrachtung der Kosten eine wichtige Rolle.

 

Was kostet eine Wärmepumpe mit Einbau?

Zunächst geht es um die Kosten für die Installation einer Wärmepumpe. Hier schlägt der Anschaffungspreis des Geräts selbst zu Buche. Im Einfamilienhaus beläuft sich der Preis für eine Wärmepumpe im Premium-Segment auf rund 22.000 Euro. Üblicherweise kommen hier Geräte mit einer Heizleistung von 5 bis 12 Kilowatt zum Einsatz. In Mehrfamilienhäusern dagegen können die Anschaffungskosten schnell das Zwei- bis Dreifache betragen. Meist sind hier Anlagen mit einer deutlich höheren Heizleistung von 20 bis 60 Kilowatt oder Kaskadensysteme aus mehreren Geräten erforderlich. 

Außerdem entstehen weitere Kosten für die Installation der Wärmepumpe. Darin enthalten ist neben dem Einbau auch die fachgerechte Planung der Anlage durch den Heizungsbauer. Außerdem erfordert das Aufstellen der Außeneinheit von Luft-Wasser-Wärmepumpen in den meisten Fällen einen Betonsockel als Fundament. Für die Installation der Anlage, den Elektroanschluss und das Fundament müssen Eigentümer mit weiteren Kosten von insgesamt rund 15.000 Euro rechnen.  

Darüber hinaus können weitere Kosten entstehen, beispielsweise für die Entsorgung der alten Heizung, wenn Eigentümer eine Ölheizung oder Gasheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten.

Position Kosten
Anschaffungskosten (Premium-) Wärmepumpe 22.000 €
Installation & Montage inkl. Fundament und Elektroanschluss 15.000 €
Hydraulischer Abgleich 1.500 €
Demontage & Entsorgung alte Heizung 1.500 €
Sonstige Kosten (Genehmigungen, Planung) 1.500 €

Preisunterschiede je nach Wärmepumpentyp

Die obigen Kosten beziehen sich auf den Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Sie saugt Umgebungsluft an und absorbiert die darin enthaltene Wärme. Dazu ist lediglich das Aufstellen einer Außeneinheit erforderlich. Aufgrund dessen sind die Installationskosten einer Luftwärmepumpe deutlich geringer als bei Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Letztere erfordern eine Brunnenbohrung oder Erdarbeiten zum Verlegen von Erdsonden oder -kollektoren. Je nach Bohrtiefe entstehen hier zusätzliche Kosten von 9.000 bis 14.000 Euro für eine Tiefen- oder Brunnenbohrung. Handelt es sich um eine Erdwärmepumpe mit Flächenkollektoren, liegen die Kosten für die Erdarbeiten je nach ausgehobener Fläche bei 3.500 bis 6.500 Euro.

Förderung

Im Vergleich zu fossilen Heizungsarten wie Öl- und Gasheizung wirken die Kosten für eine Wärmepumpe damit zunächst vergleichsweise hoch. Unter Berücksichtigung staatlicher Fördermittel sieht das jedoch schnell anders aus. Demnach fördert der Staat den Wechsel von Ölheizungen und Gasheizungen mit Zuschüssen von mindestens 30 bis maximal 70 Prozent.  

Grundlage bildet die Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG genannt. Demnach erhalten Eigentümer, die eine Öl- oder Gasheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten, eine Grundförderung von 30 Prozent. Diese lässt sich durch weitere Anreizprogramme wie einen Klimageschwindigkeitsbonus von 20 Prozent auf eine maximale Förderung von bis zu 70 Prozent aufstocken. Die prozentuale Förderung ist dabei bei Gesamtkosten von 30.000 Euro gedeckelt.

Hier erhalten Interessierte einen vollständigen Überblick der aktuellen Wärmepumpenförderung.

Was kostet eine Wärmepumpe im Altbau?

Die obige Preisliste zeigt: Insgesamt kostet der Einbau einer Wärmepumpe rund 40.000 Euro, abzüglich möglicher Fördermittel. Grundsätzlich ist das im Altbau nicht anders. Häufig entstehen hier jedoch zusätzliche Kosten, die mit dem Einbau der Wärmepumpenheizung einhergehen. 

Entscheidend sind hier vor allem die Heizkörper und der energetische Zustand der Immobilie. So funktionieren Wärmepumpen am effizientesten mit großflächigen Heizkörpern oder Flächenheizungen wie Wand- und Fußbodenheizungen. Sollte die bestehende Wärmeverteilung den Ansprüchen der Wärmepumpe nicht genügen, sind Umbaumaßnahmen erforderlich und es entstehen weitere Kosten. 

Gleiches gilt für die Dämmung. Sind Immobilien nicht ausreichend gedämmt, steigt der Stromverbrauch der Wärmepumpe. Grundsätzlich gilt jedoch: Auch in Altbauten lassen sich Wärmepumpen effizient betreiben, ganz häufig auch ohne aufwändige Umbaumaßnahmen. Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber zu Wärmepumpen im Altbau.

Stromkosten im Neubau

Wärmepumpen gewinnen kostenlose Heizwärme aus der Umwelt wie der Erde, der Luft oder dem Grundwasser. Um die vergleichsweise niedrigen Temperaturen der Umweltwärme auf eine angenehme Raumtemperatur zu erhöhen, benötigt eine Wärmepumpe Strom. Der Stromverbrauch macht dabei den Großteil der laufenden Kosten einer Wärmepumpe aus. 

Wie hoch die Stromkosten ausfallen, hängt neben der Größe und der Anzahl der Bewohner eines Gebäudes vor allem vom Sanierungszustand ab. Eine Fußbodenheizung und eine gute Dämmung begünstigen eine hohe Jahresarbeitszahl (JAZ) und damit einen geringen Stromverbrauch. Die JAZ gibt das Verhältnis von eingesetztem Strom zur erzeugten Wärmeenergie im Jahresdurchschnitt an. Typischerweise liegt die JAZ von Wärmepumpen zwischen 3 und 5, womit sie aus einer Kilowattstunde Strom das Drei- bis Fünffache an Wärme erzeugen. 

Der jährliche Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser in einem Neubau mit GEG-Dämmstandard liegt zwischen 40 und 50 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter. Angenommen, die JAZ der Wärmepumpe liegt bei 3,5. Dann schafft sie es, aus einer Kilowattstunde Strom 3,5 Kilowattstunden Wärme zu erzeugen. Für einen Wärmebedarf von 40 Kilowattstunden benötigt die Wärmepumpe demnach 11,5 Kilowattstunden Strom (40 kWh Wärmebedarf pro qm / 3,5 Jahresarbeitszahl). Bei einem aktuellen Strompreis von rund 30 Cent je Kilowattstunde ergeben sich somit jährliche Stromkosten von 3,50 Euro pro Quadratmeter. In einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern und einem jährlichen Wärmebedarf von 40 Kilowattstunden liegen die jährlichen Kosten für Heizung und Warmwasser mit einer Wärmepumpe somit bei rund 525 Euro.

Stromkosten im Altbau

Im Altbau hingegen hängt der Verbrauch stark vom Sanierungszustand ab. Grundsätzlich kann eine Wärmepumpe im Altbau genauso effizient betrieben werden wie im Neubau. Entscheidend ist der Zustand. Ältere, ungedämmte Gebäude führen zu einem höheren Energiebedarf. 

Hierzulande liegt der durchschnittliche Wärmebedarf im Bestand bei 160 Kilowattstunden je Quadratmeter Wohnfläche. Angenommen, die JAZ der Wärmepumpe liegt bei 3,5. Dann beläuft sich der dafür erforderliche Strombedarf auf rund 46 Kilowattstunden (160 kWh Wärmebedarf pro qm / 3,5 JAZ). Bei einem aktuellen Strompreis von rund 30 Cent je Kilowattstunde liegen die jährlichen Stromkosten je Quadratmeter Wohnfläche demnach bei rund 14 Euro. In einem Bestandsgebäude mit 150 Quadratmetern und einem Wärmebedarf von 160 Kilowattstunden im Jahr ergeben sich somit jährliche Heizkosten von rund 2.070 Euro. 

Monatlich ergeben sich demnach je nach Sanierungszustand der Immobilie folgende Kosten:

  • Sanierte, gut gedämmte Immobilie: Rund 30 Cent je Quadratmeter Wohnfläche monatlich
  • Altbau mit geringer Dämmung: Rund 1,17 Euro je Quadratmeter Wohnfläche monatlich

Kosten für die Wartung

Anders als in Gas- und Ölheizungen findet in einer Wärmepumpe keine Verbrennung statt. In ihrer Funktionsweise sind Wärmepumpen damit wesentlich sauberer als fossile Heizungen, weshalb sie nicht jährlich, sondern lediglich alle zwei Jahre gewartet werden müssen. Damit sind die Service- und Wartungskosten wesentlich günstiger als für fossile Heizungsarten. Die genauen Kosten variieren je nach Umfang. Hier haben Sie die Möglichkeit, ein individuelles Angebot für Ihre Heizungswartung anzufragen.

Kosten für Hybrid-Wärmepumpen

Eine Hybrid-Wärmepumpe kombiniert eine Wärmepumpenheizung mit einer weiteren Heizungsart. Das ist beispielsweise als Übergangslösung in Altbauten mit geringer Dämmung sinnvoll. Bei niedrigen Außentemperaturen steigt die benötigte Vorlauftemperatur der Heizungsanlage, wodurch die Effizienz der Wärmepumpe abnimmt. Genau in solchen Fällen springt die Zusatzheizung ein, um die Heizleistung teilweise oder vollständig zu übernehmen. Dabei handelt es sich dann beispielsweise um eine Öl- oder Gasheizung. Letztere arbeiten auch bei hohen Temperaturen vergleichsweise effizient und bieten somit eine sinnvolle Ergänzung zur Wärmepumpe. Da eine Hybridheizung mindestens zwei Heizungssysteme umfasst, liegen die Anschaffungskosten mit rund 35.000 Euro deutlich höher als für eine Wärmepumpe als Einzelheizung. 

Geht es um die Förderung von hybriden Heizungsanlagen, gilt es zu beachten, dass nur der regenerative Teil der Heizungsanlage förderfähig ist. Handelt es sich also beispielsweise um eine Gas-Hybridheizung in Kombination mit einer Wärmepumpe, lassen sich lediglich die anfallenden Kosten für die Wärmepumpe staatlich bezuschussen, nicht die Kosten für die Gasheizung.

Was kostet eine Wärmepumpe mit Photovoltaikanlage?

Eine weitere Kombinationsmöglichkeit besteht in einer Wärmepumpe mit einer PV-Anlage. Der Strom vom eigenen Dach ermöglicht es, den Autarkiegrad der Wärmepumpe weiter zu erhöhen. Die zusätzlichen Kosten für eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus liegen bei rund 15.000 Euro ohne Speicher. Ein Speicher ermöglicht es, überschüssig produzierten Strom zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen. So lässt sich der Eigenverbrauch an Solarstrom erhöhen und die Stromkosten für die Wärmepumpe weiter reduzieren. Die Zusatzkosten für einen Solarstromspeicher liegen bei rund 10.000 Euro.

Häufige Fragen zum hydraulischen Abgleich

 

Zunächst einmal entstehen Kosten für das Gerät selbst. Die Wärmepumpe eines Premium-Herstellers für ein Einfamilienhaus kostet rund 22.000 Euro. Hinzu kommen rund 15.000 Euro für die Installation. Weitere Kosten hängen davon ab, ob weitere Maßnahmen für den Heizungswechsel erforderlich sind. Oft müssen beispielsweise bestehende Heizkörper durch größere Modelle oder durch eine Fußbodenheizung ersetzt werden. 

Insgesamt sollten Eigentümer demnach mit mindestens 40.000 Euro Investitionskosten planen. Preismindernd wirken sich staatliche Fördermittel aus, die Eigentümer für den Wechsel eines fossilen Brennstoffs wie Gas auf eine Wärmepumpe erhalten.

 

 
 

Grundsätzlich unterscheiden sich die Kosten für den Wechsel von Öl auf eine Wärmepumpe nicht wesentlich. Auch hier liegen die Anschaffungskosten für Gerät und Montage bei rund 40.000 Euro. Auch den Wechsel von einer Öl- auf eine Wärmepumpenheizung bezuschusst der Staat mit bis zu 70 Prozent. 

Eine weiterer Kostenfaktor speziell bei Ölheizungen ist die Entsorgung und Stilllegung des Heizöltanks. Dafür fallen je nach Größe zwischen 2.000 und 4.000 Euro an.

 
 

Eine Brauchwasserwärmepumpe dient ausschließlich Erwärmung von Brauchwasser. Sie kommt als Alternative zum Durchlauferhitzer und Warmwasserspeicher zum Einsatz. Dementsprechend sind die Kosten deutlich geringer als für Geräte, die auch Raumwärme bereitstellen. Mit Montage liegen die Kosten für eine Brauchwasserwärmepumpe zwischen 4.000 und 7.000 Euro.

 
 

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