Fräsen
Statt den Boden vollständig aufzureißen oder neuen Estrich zu gießen, werden mit einer Spezialfräse schmale Bahnen in den bestehenden Estrich gefräst. Darin werden dann die Heizungsrohre für die neue Fußbodenheizung verlegt. Die Nuten besitzen eine Breite von 12 bis 18 Millimeter und eine Tiefe von 20 bis 25 Millimeter. Nachdem die Heizungsrohre verlegt wurden, werden sie mit Wärmeleit- oder Vergussmasse wieder verschlossen.
Das Fräsen gehört zu den beliebtesten Methoden, eine Fußbodenheizung nachträglich einzubauen. Kein Wunder, denn es bietet einige Vorteile: Dadurch, dass die Rohre in den bestehenden Estrich eingelassen werden, entsteht keine zusätzliche Aufbauhöhe. Das ist wichtig, da eine Erhöhung des Bodens Probleme hinsichtlich Türen, Treppen und Deckenhöhen nach sich ziehen kann.
Gleichzeitig ist das Nachrüsten einer Fußbodenheizung mittels Fräsen vergleichsweise unkompliziert, da kein neuer Estrich gegossen werden muss. Das ist auch ein Grund für die geringen Kosten gegenüber anderen Methoden. So liegt der Preis für das Fräsen und Verlegen der Heizungsrohre zwischen 35 und 100 Euro je Quadratmeter. Hinzu kommen Kosten für die Planung, das Material sowie Anschlüsse an das bestehende Heizungssystem.
Ein Nachteil der Methode besteht darin, dass sich nicht jeder Untergrund für das Fräsen einer Fußbodenheizung eignet. Grundvoraussetzung ist, dass es sich bei dem Untergrund um Estrich handelt. Trockenestrich und Holzbalkendecken beispielsweise sind nicht geeignet. Der Estrich muss tragfähig, rissfrei und dick genug sein. Dabei liegt die benötigte Mindestdicke meist zwischen 40 und 50 Millimetern.