Wann Gussheizkörper trotzdem funktionieren
Je kleiner die Heizfläche des Wärmeverteilers, desto höher ist die Vorlauftemperatur der Wärmepumpe, desto geringer ist die Effizienz. Die entscheidende Frage lautet demnach nicht: Heizkörper oder Fußbodenheizung? Vielmehr geht es darum, ob die Heizfläche des Heizkörpers ausreicht, um den Raum bei einer bestimmten Vorlauftemperatur ausreichend zu heizen.
Gussheizkörper haben gegenüber modernen Plattenheizkörpern aus Stahl einen entscheidenden Vorteil: Sie sind oft deutlich größer. Viele ältere Exemplare haben zehn, zwölf oder mehr Glieder und damit eine erhebliche Abstrahlfläche. Das kann ausreichen, um auch bei 50 oder 55 °C Vorlauf noch genug Wärme zu erzeugen.
Hinzu kommt, dass Heizungsbauer in Altbauten Heizkörper oft bewusst zu groß geplant haben. Energiesparen und Nachhaltigkeit waren in der Vergangenheit nicht so präsent wie heute und Installateure haben oft großzügig überdimensioniert, um auf der sicheren Seite zu sein. Das kann dazu führen, dass ein Heizkörper, der eigentlich für 80 °C Vorlauf ausgelegt wurde, auch bei 55 °C noch ausreichend Raumwärme bereitstellt.
Sollte es sich zudem um einen sanierten Altbau mit mehrfach verglasten Fenstern und einer gedämmten Geschoss- oder Kellerdecke handeln, dann begünstigt das weiter die Voraussetzungen für die Installation einer Wärmepumpe.
- Gute Voraussetzungen: Große Gussheizkörper mit vielen Gliedern, gut gedämmte Hülle, moderate Raumgröße
- Schlechte Voraussetzungen: Kleine Heizkörper, ungedämmte Außenwände, große Räume mit hohen Decken, sehr kalter Standort