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Luft-Wasser Wärmepumpe mit Kältemittel R290 (Propan)
Leistung 2,3 kW bis 20 kW
Die Wärmepumpe gilt als Schlüsseltechnologie der Wärmewende. Gleichzeitig stellt sie eine nicht unerhebliche Investition dar. Dabei stellen sich viele Eigentümer die Frage nach der Lebensdauer der Anlage. Welche Haltbarkeit realistisch ist, welche Faktoren sie beeinflussen und wie sich verschiedene Wärmepumpentypen unterscheiden, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.
Die kurze Antwort vorweg: Moderne Wärmepumpen erreichen im Durchschnitt eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren. Gut geplante und fachgerecht installierte Anlagen mit Wartungsvertrag laufen häufig auch 20 bis 25 Jahre zuverlässig.
Dass noch längere Lebenszeiten möglich sind, zeigt ein Erfahrungsbericht der Familie Munsch, deren ELCO Wärmepumpe 40 Jahre lang unermüdlich ihre Dienste verrichtet hat.
Diese Werte sind jedoch keine feste Garantie, sondern das Ergebnis vieler Einflussgrößen. Einer dieser Faktoren ist die Art der Wärmepumpe, also ob sie Erde, das Grundwasser oder die Außenluft als Wärmequelle nutzt.
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die am häufigsten verbaute Variante, da sie ohne aufwendige Erdarbeiten auskommt. Ihre durchschnittliche Lebensdauer liegt bei rund 15 bis 20 Jahren und damit unter der von Grundwasser- und Erdwärmepumpen. Grund dafür ist vor allem das Außengerät, das Witterungen in Form von Frost, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen dauerhaft ausgesetzt ist.
Ein weiterer Grund für die im Vergleich zu anderen Wärmepumpentypen niedrigere Lebensdauer ist das häufige Takten, also das Ein- und Ausschalten. So muss eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ihre Leistung ständig an die Außentemperatur anpassen. Denn diese ist deutlich wechselhafter als die konstanteren Temperaturen im Erdreich.
Gleiches gilt für Luft-Luft-Wärmepumpen, die ebenfalls Wärme aus der Außenluft gewinnen, diese jedoch statt über Heizkörper und Fußbodenheizung über Luftkanäle an das Hausinnere abgeben.
Als Taktung bezeichnet man das Ein- und Ausschalten des Verdichters. Im Funktionskreislauf einer Wärmepumpe komprimiert der Verdichter das Kältemittel und bringt es damit auf ein nutzbares Temperaturniveau. Jeder Start belastet Verdichter und Elektronik ähnlich stark wie Kurzstrecken den Automotor. Je häufiger eine Wärmepumpe taktet, desto schneller verschleißen diese Komponenten und desto kürzer fällt die Lebensdauer aus.
Luft-Wasser-Wärmepumpen sind davon besonders betroffen. So steigt ihre Heizleistung, je milder die Außenluft ist. Das "Takten" ist also häufig in den milderen Übergangszeiten im Herbst und Frühjahr ein Thema. Also genau dann, wenn das Gebäude eigentlich weniger Wärme benötigt. Die Folge sind kurze Laufzeiten mit häufigem Abschalten. Erd- und Grundwasserwärmepumpen arbeiten dagegen mit einer nahezu konstanten Quellentemperatur und laufen deutlich gleichmäßiger. Reduzieren lässt sich die Taktung vor allem durch eine passende Dimensionierung, moderne Invertertechnik mit modulierendem Verdichter, einen Pufferspeicher sowie eine korrekt eingestellte Heizkurve.
Was die Haltbarkeit angeht, liegen die gängigen Heizsysteme nah beieinander. So kommen Gasheizungen und Pelletkessel wie die Wärmepumpen auch auf 15 bis 20 Jahre. Ölheizungen gelten mit 20 bis 25 Jahren als besonders robust. Nicht zuletzt sollte die technische Lebensdauer nicht mit der wirtschaftlichen Perspektive verwechselt werden. Steigende Brennstoff- und CO2-Kosten sowie strengere gesetzliche Vorgaben wie die Biotreppe verkürzen die sinnvolle Nutzungsdauer fossiler Heizungen in der Praxis.
Erfahrungsgemäß erzielen Grundwasser- und Erdwärmepumpen eine Lebensdauer von bis zu 25 Jahren. Ihre Haltbarkeit liegt damit über der von Luftwärmepumpen. Das liegt am selteneren Takten sowieder nicht vorhandenen Außeneinheit.
Einzelne Komponenten der Sole-Wasser-Wärmepumpe wie Erdsonden und -kollektoren können die Lebenserwartung der Anlage deutlich übersteigen und halten oft 50 Jahre und mehr.
Ob eine Wärmepumpe die untere oder obere Grenze der durchschnittlichen Lebensdauer erreicht - oder sogar deutlich übertrifft, entscheidet sich zu einem großen Teil bereits vor der Inbetriebnahme:
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