AEROTOP® SPK
Luft-Wasser Wärmepumpe mit Kältemittel R290 (Propan)
Leistung 2,3 kW bis 20 kW
Im Neubau zählen Wärmepumpen mittlerweile zu den beliebtesten Heizlösungen. Was viele jedoch nicht wissen: Unter bestimmten Bedingungen lassen sich Wärmepumpen auch zum Kühlen einsetzen. Erfahren Sie hier, wie das Kühlen mit Wärmepumpen funktioniert und ob sie wirklich eine Klimaanlage ersetzen können.
Im Heizbetrieb entzieht eine Wärmepumpe einem natürlichen Energieträger wie der Luft, der Erde oder dem Grundwasser Wärme. Letztere gibt sie dann über einen Wärmeverteiler wie eine Fußbodenheizung oder Heizkörper an das Hausinnere ab.
Beim Kühlen wird dieser Prozess umgekehrt. Dabei arbeitet die Wärmepumpe nach dem gleichen Funktionsprinzip wie ein Kühlschrank. So nimmt sie Wärme über die Wärmeverteiler auf und gibt sie nach außen ab. Wie das im Detail funktioniert, ist abhängig von der jeweiligen Wärmepumpenart. Während Luftwärmepumpen aktiv kühlen, besitzen Grundwasser- und Erdwärmepumpen eine passive Kühlfunktion.
Nicht jede Wärmepumpe kann kühlen. Wer eine entsprechende Kühlfunktion wünscht, sollte also gezielt darauf achten. Meist lassen sich sogenannte Inverter-Wärmepumpen zum Kühlen umkehren. Letztere passen ihre Leistung stufenlos an den tatsächlichen Bedarf an, statt nur ein- und auszuschalten.
Wärmepumpen mit entsprechender Funktion verfügen über ein Umschaltventil, womit sich der Kältekreislauf anders herum nutzen lässt. Dabei macht sich die Wärmepumpe ein Naturgesetz zunutze. Demnach fließt Wärme immer von warm nach kalt.
Durch die Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung fließt Wasser. Da die Temperatur des Heizungswassers niedriger ist als die Raumtemperatur, nimmt es die Wärme auf und transportiert sie zum Verdampfer. Dort stößt das erwärmte Wasser auf ein Kältemittel.
Das Kältemittel verdampft, geht also von flüssig in gasförmig über. Anschließend gelangt das nun gasförmige Kältemittel in den sogenannten Verdichter. Seine Aufgabe ist es, das Kältemittel zusammenzupressen, wodurch die Temperatur stark ansteigt und damit wärmer als die Außenluft wird. Da die Temperatur des Kältemittels nun höher ist als die der Außenluft, wird die Wärme nach außen abgegeben. Danach kühlt ein Expansionsventil das Kältemittel stark ab, sodass es erneut kälter als die Raumtemperatur ist. Nun kann der Kreislauf von vorne beginnen.
Wie beim Heizen auch benötigt der Verdichter beim Kühlen Strom. Das aktive Kühlen mit Wärmepumpen hat somit spürbare Auswirkungen auf den Stromverbrauch.
Passives Kühlen ist ausschließlich mit Wärmepumpen möglich, die das Erdreich oder das Grundwasser als Wärmequelle nutzen. Dabei handelt es sich um Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärmepumpen) und Wasser-Wasser-Wärmepumpen (Grundwasserwärmepumpen).
Das Erdreich hat ganzjährig eine Temperatur von rund 8 bis 12 Grad. Über einen Wärmetauscher wird die Wärme aus dem Haus direkt an diesen kühlen Untergrund abgegeben. Als Transportmittel dient bei Sole-Wasser-Wärmepumpen die Sole in der Erdsonde oder dem Erdkollektor und bei Wasser-Wasser-Wärmepumpen das Wasser im Grundwasserbrunnen.
Im Gegensatz zur aktiven Kühlung bleibt der Verdichter beim passiven Kühlen aus, weshalb auch von einer natürlichen oder stillen Kühlung gesprochen wird. Lediglich die Umwälzpumpen verbrauchen geringe Mengen Strom. Das macht die passive Kühlung deutlich günstiger als die aktive Variante. Dafür ist die Kühlleistung jedoch begrenzter.
Um mit einer Wärmepumpe kühlen zu können, spielt darüber hinaus die Art der Wärmeverteilung eine entscheidende Rolle. Klassische Heizkörper sind aufgrund ihrer geringen Fläche nicht geeignet. Stattdessen empfiehlt sich eines der folgenden Systeme:
Damit das Kühlen per Wärmepumpe funktioniert, gelten neben der Wärmeverteilung folgende weitere Voraussetzungen:
Wichtig an dieser Stelle ist eine realistische Erwartungshaltung. So ersetzt eine Wärmepumpe mit Kühlfunktion keinesfalls eine herkömmliche Klimaanlage, die einen Raum innerhalb weniger Minuten abkühlt.
Realistisch lässt sich die Raumtemperatur um etwa 2 bis 3 Grad gegenüber außen absenken. An Hitzetagen mit 30 Grad wird es im Haus also nicht eiskalt, aber spürbar angenehmer. In sehr gut gedämmten Gebäuden mit Gebläsekonvektoren sind bis zu 7 Grad Abkühlung möglich.
Abschließend fassen wir die wichtigsten Vor- und Nachteile einer Wärmepumpe mit Kühlfunktion noch einmal zusammen:
Vorteile:
Nachteile:
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