GEG - Gebäudeenergiegesetz

 

Das Gebäudeenergiegesetz, kurz GEG genannt, ersetzt das EnEG (Energieeinsparungsgesetz), die EnEV (Energieeinsparverordnung) und das EEWärmeG (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz). Es gilt seit dem 01.11.2020 und regelt die Anforderungen für alle Neubauten, Sanierungen und Modernisierungen in Bezug auf Gebäudehülle, die Haus- und Heiztechnik sowie den Umgang mit Energieausweisen und deren Umsetzung.

Als wesentliche Neuerung für die Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung, spielen erneuerbare Energien und die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten eine zentrale Rolle. Es stehen nicht nur bekannte Technologien zur Verfügung, sondern es wurde auch Raum für neue Wärmesysteme und innovative Energiequellen geschaffen.

 
 

HEIZTECHNIK
  • Die Austauschpflicht älterer Öl-Heizungen im Bestand bleibt gültig, aber der Einbau neuer Öl-Heizungen ist unter erschwerten Bedingungen möglich.
  • Biogenes Flüssiggas wurde als neuer Energieträger für Neu- und Bestandsgebäude aufgenommen.

BILANZIERUNG
  • Begriff des Niedrigstenergiehauses wird eingeführt, welcher dem europäischen Mindestenergiestandard entspricht. Daher keine Verschärfung des GEG notwendig.
  • Pflicht zur anteiligen Deckung von min. 50% erneuerbarer Energien beim Neubau bleibt bestehen. Bei der Erfüllung des energetischen Neubaustandards, gibt es die Möglichkeit gebäudenah erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien sowie gasförmige Biomasse bei der energetischen Bilanzierung anzurechnen.
  • Primärenergiefaktoren fp (Primärenergie (Qp) = Endenergiebedarf (Qf) X Primärenergiefaktor(fp)) zur Berechnung des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs, werden zentral im GEG geregelt.
  • Gebäude im Verbund (z.B. Doppel-/Reihen-/Mehrfamilienhäuser), welche in räumlichen Zusammenhang stehen wurden aufgenommen. Bis Ende 2025 ist es möglich, einen Gebäudeverbund oder einzelne Gebäude daraus in Abhängigkeit voneinander zu betrachten.
  • Das Modellgebäudeverfahren wurde für Wohngebäude eingeführt.
  • Ab 2024 wird die DIN V 18599 „Energetische Bewertung von Gebäuden“ alleinige Bilanzierungsregel für den Nachweis der energetischen Qualität von Gebäuden

ENERGIEAUSWEIS
  • Kohlendioxidemissionen eines Gebäudes sind künftig in Energieausweisen anzugeben.
  • Beim Verkauf von Gebäuden und größeren Sanierungen von Ein- und Zweifamilienhäusern ist eine energetische Beratung des Käufers bzw. Eigentümers zwingend erforderlich.
  • Bei Neubauten und größeren Sanierungen im Gebäudebestand wurde eine Erfüllungserklärung eingeführt.
 

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