AEROTOP® SPK
Luft-Wasser Wärmepumpe
Leistung 2,3 kW bis 20 kW
Wer darüber nachdenkt, eine bestehende Gasheizung durch eine Wärmepumpe zu ersetzen, steht zunächst vor einigen wichtigen Fragen: Ist das eigene Gebäude überhaupt für eine Wärmepumpe geeignet? Welche Umbauten sind erforderlich und was kosten diese? Hinzu kommt die Frage nach der staatlichen Förderung. Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefern wir im Folgenden.
Langfristig spricht vor allem die Entwicklung der Betriebskosten für eine Wärmepumpe. Bei einer neu eingebauten Gasheizung kommen neben schwankenden Gaspreisen und steigenden CO2-Kosten künftig auch die Vorgaben der sogenannten Biotreppe hinzu. Demnach müssen neu eingebaute Öl- und Gasheizungen künftig einen schrittweise zunehmenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen: 10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035 und 60 Prozent ab 2040.
Biomethan und andere alternative Brennstoffe sind derzeit meist teurer als fossiles Erdgas, sodass daraus zusätzliche Kosten entstehen können. Wie sich diese Preise langfristig entwickeln, lässt sich allerdings noch nicht verlässlich vorhersagen.
Weniger eindeutig ist der Wechsel, wenn eine vergleichsweise neue Gasheizung noch zuverlässig läuft, der Gasverbrauch niedrig ist und für eine Wärmepumpe größere Umbauten erforderlich wären. Steht dagegen ohnehin ein Heizungstausch an und kann die Wärmepumpe effizient betrieben werden, ist sie aufgrund der Förderung und des geringeren Risikos steigender Brennstoff- und CO2-Kosten in vielen Fällen die langfristig sinnvollere Lösung.
Was die laufenden Kosten angeht, gestaltet sich die Wärmepumpe gegenüber einer Gasheizung also oft als langfristig attraktiver. Damit amortisieren sich auch die deutlich höheren Anschaffungskosten. So liegen die Kosten für die Wärmepumpe eines Premium-Herstellers mit Einbau, Planung, hydraulischem Abgleich und Demontage der alten Anlage bei rund 40.000 Euro. Sind weitere Sanierungsmaßnahmen wie das Nachrüsten einer Fußbodenheizung, der Wechsel von Heizkörpern oder Dämmmaßnahmen erforderlich, fallen die Kosten entsprechend höher aus.
Der Einbau einer neuen Gasheizung mitsamt aller Nebenarbeiten kostet rund 20.000 Euro und beträgt damit lediglich die Hälfte der Anschaffungskosten einer Wärmepumpe. Beim Wechsel von Gas auf Gas können die bestehende Gebäudeinfrastruktur und der Gasanschluss einfach weitergenutzt werden.
Ausgleichen lässt sich die vergleichsweise hohe Anfangsinvestition in eine Wärmepumpe durch die staatliche Heizungsförderung. Je nach Förderhöhe können die Kosten für das Umrüsten von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe damit sogar geringer ausfallen als für den Einbau einer neuen Gastherme.
Wer von einer bestehenden Gasheizung auf eine Wärmepumpe umrüstet, qualifiziert sich grundsätzlich für die Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG. Der Wechsel von Gas auf Gas oder einen anderen fossilen Energieträger ist hingegen nicht förderfähig.
Die Grundförderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Diese lässt sich durch weitere Zuschüsse aufstocken:
Klimageschwindigkeitsbonus: Selbstnutzende Eigentümer können beim Austausch einer funktionstüchtigen Gasetagenheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gasheizung zusätzlich zur Grundförderung einen Klimageschwindigkeitsbonus erhalten. Dieser beträgt zunächst 16 Prozent. Ab dem 1. Februar 2027 sinkt der Bonus halbjährlich und entfällt für Anträge ab dem 1. August 2028 schließlich ganz.
Einkommensbonus: Selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen von höchstens 40.000 Euro können zusätzlich einen Einkommensbonus von 30 Prozent erhalten. Haushalte mit einem niedrigen Jahreseinkommen und Kind können eine Förderquote von bis zu 80 Prozent erreichen.
Bei einem Einfamilienhaus werden aktuell maximal 28.000 Euro als förderfähige Kosten berücksichtigt. Bei einer Höchstquote von 80 Prozent ist demnach ein staatlicher Zuschuss von maximal 22.400 Euro möglich.
Ab dem 1. Februar 2027 sinkt der Förderhöchstbetrag von derzeit 28.000 Euro erstmals um 750 Euro und anschließend halbjährlich weiter. Die Absenkung erfolgt jeweils zum 1. Februar und zum 1. August eines Jahres um weitere 750 Euro. Dadurch verringert sich schrittweise auch der maximal mögliche Zuschuss für den Einbau einer Wärmepumpe.
Beim Umrüsten einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe ändern sich für Eigentümer einige technische und bauliche Rahmenbedingungen. Folgende Punkte gilt es bei der Planung zu berücksichtigen.
Luft-Wasser-Wärmepumpen verfügen über eine Außeneinheit, die der Umgebungsluft Wärme entzieht. Diese verlangt einen passenden Aufstellort auf dem Grundstück. Neben ausreichend Platz spielen dabei unter anderem die Entfernung zum Gebäude, die Leitungsführung und die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten eine Rolle.
Mit dem Außengerät kommt ein weiteres Thema hinzu, das bei einer Gasheizung keine Rolle spielt: Der Schall. So verursachen Ventilator und Verdichter einer Luft-Wasser-Wärmepumpe Betriebsgeräusche.
Bei der Planung sollte deshalb darauf geachtet werden, dass die Anlage nicht unmittelbar vor Schlaf- oder Wohnräumen aufgestellt wird. Moderne Geräte arbeiten zwar vergleichsweise leise, dennoch müssen die geltenden Anforderungen an den Lärmschutz berücksichtigt werden.
Eine Gasheizung kommt auch mit vergleichsweise hohen Vorlauftemperaturen zurecht. Zumindest hat die Vorlauftemperatur deutlich weniger Einfluss auf die Effizienz einer Gasheizungen als auf den Wirkungsgrad einer Wärmepumpe.
Begünstigt werden niedrige Vorlauftemperaturen vor allem durch einen hohen Dämmstandard und möglichst großflächige Wärmeverteiler. Deshalb sollte vor der Umrüstung geprüft werden, ob die vorhandenen Heizkörper ausreichend groß dimensioniert sind. Eine Fußbodenheizung ist nicht zwingend notwendig. Oft reicht es aus, einzelne zu kleine Heizkörper auszutauschen und das Heizsystem hydraulisch zu optimieren. Das ermöglicht auch den unkomplizierten Wechsel auf eine Wärmepumpe im Altbau.
Mit der Wärmepumpe verlagert sich der Energiebedarf zum Heizen von Gas auf Strom. Wie effizient eine Wärmepumpe arbeitet, lässt sich anhand der Jahresarbeitszahl, kurz JAZ, ablesen. Sie beschreibt das Verhältnis von erzeugter Wärme zu eingesetztem Strom über ein gesamtes Jahr. Eine JAZ von 4 bedeutet beispielsweise, dass aus einer Kilowattstunde Strom im Jahresmittel vier Kilowattstunden Wärme erzeugt werden. Je höher die JAZ, desto geringer fällt der Stromverbrauch aus.
Vor der Umrüstung von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe sollte unbedingt geprüft werden, welcher Stromverbrauch realistisch ist. Eine wichtige Grundlage dafür bildet eine Heizlastberechnung durch einen Energieberater oder Heizungsbauer.
Nach der Umrüstung ist die richtige Einstellung des Heizsystems wichtig, um einen möglichst sparsamen Betrieb der Wärmepumpe zu gewährleisten. Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass die Wärme gleichmäßig im Gebäude verteilt wird. Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Heizkurve der Wärmepumpe so niedrig wie möglich einzustellen. Je geringer die notwendige Vorlauftemperatur, desto effizienter kann die Wärmepumpe arbeiten.
Nach der Umrüstung der Gasheizung auf eine Wärmepumpe wird die bisherige Infrastruktur zur Gasversorgung nicht länger benötigt. Dazu zählen insbesondere die Gastherme selbst, die zugehörige Abgasführung sowie der Schornsteinanschluss. Die alte Heizungsanlage wird demontiert und entsorgt. In der Regel übernimmt das der ausführende Fachbetrieb.
Auch der Gasanschluss kann stillgelegt werden, sofern im Gebäude kein weiteres Gasgerät wie beispielsweise ein Gasherd betrieben wird. Ob lediglich eine Stilllegung erfolgt oder der Anschluss vollständig zurückgebaut wird, hängt vom Netzbetreiber ab. Die vorhandenen Gasleitungen im Gebäude werden ebenfalls außer Betrieb genommen und fachgerecht verschlossen. Für Eigentümer kann die vollständige Abmeldung des Gasanschlusses zusätzlich laufende Kosten sparen. So entfällt der Grundpreis für den Gaszähler und den Netzanschluss.
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Die Abkürzung EVU steht für Energieversorgungsunternehmen. Die gleichnamige EVU-Sperre beschreibt eine technische Schutzmaßnahme, mit der Energieversorger Stromverbraucher wie Wärmepumpen zeitweise abschalten und steuern können. Damit soll eine Überlastung des Stromnetzes verhindert werden. Wie genau das funktioniert, ob eine EVU-Sperre Pflicht ist und wie sie sich abschalten lässt, lesen Sie hier bei ELCO.
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Wärmepumpen sind dafür bekannt, vor allem bei niedrigen Vorlauftemperaturen effizient zu arbeiten. Der Begriff Hochtemperatur-Wärmepumpe klingt deshalb zunächst widersprüchlich. Warum Hochtemperatur-Wärmepumpen dennoch ihre Daseinsberechtigung haben, wann sie zum Einsatz kommen und wie sie funktionieren, beleuchten wir im Folgenden.
Wärmepumpe: Wann sie sich lohnt, Kosten und Förderung
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